Die Anforderungen der RStO 12 an den frostsicheren Oberbau einer Verkehrsfläche beginnen nicht erst beim Asphalt. Das Regelwerk verlangt auf dem Planum einen Verformungsmodul Ev2 von mindestens 45 MN/m² – ein Wert, den die Verwitterungslehme und Lössböden am Rand des Ratinger Stadtwalds nicht von Natur aus mitbringen. Eine CBR-Studie für Straßenentwurf klärt, ob der anstehende Boden diese Steifigkeit überhaupt entwickeln kann oder ob ein Bodenaustausch in der Tiefe notwendig wird. In Ratingen, wo die Höhenlagen zwischen 50 m ü. NHN im Angertal und über 90 m ü. NHN in Hösel schwanken, ändern sich die Untergrundverhältnisse oft auf kurzer Distanz. Wer auf eine belastbare CBR-Studie für Straßenentwurf verzichtet, riskiert spätere Setzungsmulden und Risse, deren Sanierung ein Vielfaches der ursprünglichen Untersuchungskosten verschlingt. Unser Labor führt den Versuch nach DIN EN 13286-47 durch und liefert Ihnen eine Entscheidungsgrundlage, mit der Sie den Oberbau wirtschaftlich dimensionieren.
Ein CBR-Wert unter 3 % bedeutet für die RStO 12: Der Untergrund ist nicht ausreichend tragfähig – ohne Bodenaustausch oder Qualifizierte Bodenverbesserung ist kein regelkonformer Oberbau möglich.
Ablauf und Umfang
Lokale Besonderheiten
Das milde Niederbergische Klima mit jährlichen Niederschlägen um 850 mm und häufigen Wechselfrösten im Januar setzt dem Straßenoberbau stärker zu, als manche Ausschreibung vermuten lässt. Ein Untergrund, der im trockenen Sommer einen CBR-Wert von 10 % erreicht, kann nach einer nassen Herbstwoche auf unter 4 % abfallen – genau dann, wenn der Frost eindringt und Eislinsen im Oberbau sprengt. Eine CBR-Studie für Straßenentwurf, die nur den Anlieferungszustand prüft, übersieht diesen kritischen Feuchteeinfluss. Deshalb führen wir den Versuch konsequent nach vier Tagen Wasserlagerung durch und simulieren so den ungünstigsten Lastfall für die Tragschichtbemessung. In den bindigen Böden westlich der A3, wo das Niederschlagswasser schlecht versickert, ist diese Vorgehensweise keine akademische Übung, sondern die einzige Möglichkeit, frostbedingte Verformungen von vornherein auszuschließen. Bauherren, die diesen Schritt in die Planung integrieren, sparen sich später teure Aufgrabungen und Verstärkungseinlagen.
Geltende Normen
DIN EN 13286-47:2021 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Teil 47: Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2 – Proctordichte und Wassergehalt, TP BF-StB – Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau
Verwandte Dienstleistungen
CBR-Studie inkl. Proctorkurve
Wir entnehmen gestörte Proben aus dem Planumsbereich, bestimmen die Proctordichte nach DIN EN 13286-2 und führen den CBR-Versuch an drei Prüfkörpern durch – ungesättigt, nach 24 h und nach 96 h Wasserlagerung. Der Bericht enthält eine direkte Empfehlung zur Dicke der ungebundenen Tragschicht gemäß Tabelle 2 der RStO 12.
Kombipaket CBR + Plattendruckversuch
Wenn die Ausschreibung sowohl den CBR-Wert als auch den Ev2-Wert auf dem Planum fordert, prüfen wir beides aus einem Guss. Die CBR-Studie für Straßenentwurf liefert den Laborwert, der statische Plattendruckversuch vor Ort bestätigt die Verdichtungsleistung auf der Fläche. Dieses Paket hat sich besonders bei Gewerbebauvorhaben im Ratinger Osten bewährt.
Typische Parameter
Gängige Fragen
Was kostet eine CBR-Studie für Straßenentwurf in Ratingen?
Die Kosten für eine CBR-Studie in Ratingen liegen je nach Probenanzahl und erforderlicher Proctorkurve zwischen €150 und €280. Der Preis umfasst die Probenahme auf der Baustelle, die Laborprüfung an drei Einzelproben nach DIN EN 13286-47 und den ausführlichen Prüfbericht. Bei Kombination mit einem Plattendruckversuch erstellen wir ein Pauschalangebot, das beide Leistungen abdeckt.
Welche Bodenklassen nach DIN 18196 eignen sich überhaupt für den CBR-Versuch?
Der CBR-Versuch ist für alle grobkörnigen Böden (GE, GW, GI, SE, SW, SI) und gemischtkörnigen Böden (GU, GT, SU, ST) nach DIN 18196 normgerecht anwendbar. Bei feinkörnigen Böden wie Schluffen (UL, UM) oder Tonen (TA, TM), die im Ratinger Stadtgebiet häufig vorkommen, ist die Prüfung ebenfalls möglich, erfordert aber eine besonders sorgfältige Probenvorbereitung, weil das Material zur Wasseraufnahme neigt. Wir stimmen das Prüfprogramm vorab mit dem Baugrundgutachter ab, damit die Ergebnisse belastbar in die Dimensionierung einfließen.
Wie viele Proben brauche ich für eine regelkonforme CBR-Studie in Ratingen?
Die RStO 12 macht keine starre Vorgabe zur Probenanzahl, sondern verweist auf die ZTV E-StB 17. Danach ist der Untergrund in homogenen Abschnitten zu beproben. In Ratingen mit seinen Wechsellagerungen aus Lösslehm und Terrassenkies empfehlen wir mindestens eine Probe je 500 m² Baugrundfläche oder bei jedem Wechsel der Bodenart. Bei einer typischen Erschließungsstraße von 200 m Länge sind das in der Regel drei bis fünf Probenahmestellen, um einen repräsentativen CBR-Wert für die Dimensionierung zu erhalten. Mehr Info.
