Der automatische Fallhammer schlägt mit 63,5 kg Fallgewicht aus exakt 76 cm Höhe auf das Gestänge. In Ratingen setzen wir diesen hydraulisch gesteuerten SPT-Hammer ein, um reproduzierbare Schlagzahlen zu erhalten – unabhängig vom Bohrgeräteführer. Die Energieabgabe liegt kalibriert bei 85–90 % der theoretischen Freifallenergie. Gemessen wird die Anzahl Schläge pro 15 cm Eindringung, getrennt für die ersten und zweiten 30 cm. In den quartären Lösslehmschichten Ratingens, die Mächtigkeiten von 3 bis 12 Metern erreichen, liefert das Verfahren verlässliche Kennwerte für die Gründung von Einfamilienhäusern und die Beurteilung der Lagerungsdichte. Die normgerechte Ausführung nach DIN EN ISO 22476-3:2005-01 in Verbindung mit DIN 4020 sichert die Verwendbarkeit der Ergebnisse im geotechnischen Bericht.
Der SPT liefert in Ratingens Lössböden reproduzierbare N₃₀-Werte zwischen 4 und 8 – die Grundlage jeder wirtschaftlichen Flachgründung.
Ablauf und Umfang
Lokale Besonderheiten
In Ratingen sehen wir immer wieder, dass die oberen 2–3 Meter Lösslehm durch jahreszeitliche Austrocknung verbacken wirken. Der SPT zeigt dort N₃₀-Werte von 12–18, was eine steife Konsistenz vortäuscht. Nur einen Meter tiefer fallen die Werte auf 4–6 ab. Wer diesen oberflächennahen Peak als repräsentativ annimmt, dimensioniert Fundamente zu knapp und riskiert Setzungsschäden. Besonders tückisch sind die Übergangsbereiche zwischen Löss und Schieferzersatz: Hier können einzelne SPT-Spitzenwerte von 50 oder mehr auftreten, während der umgebende Boden weich bleibt. Unsere Protokolle enthalten deshalb immer die unkorrigierten Schlagzahlen pro 15 cm, nicht nur den gemittelten N₃₀-Wert. So erkennen wir Heterogenitäten, die bei einer rein statistischen Auswertung untergehen würden. Bei Bauvorhaben in Hanglagen empfehlen wir ergänzend eine Böschungsstabilitätsuntersuchung, weil der Ratinger Löss bei Wasserzutritt zur Verflüssigung neigt.
Erklärvideo
Geltende Normen
DIN EN ISO 22476-3:2005-01 – SPT und schwerer Rammsondierstoß, DIN 4020:2010-12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) – Ergänzungsnorm für geotechnische Erkundung (DIN EN 1997-2/NA:2010-12), DIN EN ISO 14688-1:2020-11 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN 4094-1:2002-06 – Baugrund – Felduntersuchungen
Verwandte Dienstleistungen
SPT-Bohrung mit durchgehender Kerngewinnung
Rotationskernbohrung Ø 146 mm mit SPT-Intervall alle 1,5 m. Gewinnung von Bohrkernen der Güteklasse 3 nach DIN EN ISO 22475-1. Protokollierung von Schlagzahlen N₁₀, N₂₀, N₃₀ sowie Bodenansprache vor Ort. Energieabgabe kalibriert nach EN ISO 22476-3 Anhang A.
SPT-Sondierung für Flachgründungen und Bodenplatten
Kombination aus Schneckenbohrung Ø 120 mm und SPT im Endteufenbereich. Speziell für Einfamilienhäuser und Gewerbebauten in Ratingen. Ermittlung der Lagerungsdichte und Konsistenz zur Bemessung nach EC 7 (GEO-2). Inklusive bodenmechanischer Laborversuche an gestörten Proben.
Typische Parameter
Gängige Fragen
Was kostet eine SPT-Bohrung in Ratingen?
Für eine SPT-Bohrung in Ratingen liegen die Kosten typischerweise zwischen 510 € und 580 € pro Bohrpunkt, abhängig von Bohrtiefe, Zugänglichkeit und Anzahl der SPT-Intervalle. Bei mehreren Bohrungen pro Baugrundstück gewähren wir günstigere Stückpreise. Enthalten sind Bohrprotokoll, SPT-Schlagzahlen nach DIN EN ISO 22476-3 und eine geotechnische Stellungnahme nach DIN 4020.
Wie tief muss in Ratingen sondiert werden?
Die Sondiertiefe richtet sich nach der Gründungsart und den Baugrundverhältnissen. In Ratingen liegt die typische Erkundungstiefe bei 6 bis 12 m für Einfamilienhäuser. Bei schweren Bauwerken oder wenn der devonische Schieferzersatz erst in größerer Tiefe ansteht, gehen wir bis 20 m. Entscheidend ist, dass die Sondierung mindestens 3 m in den tragfähigen Horizont eindringt, sofern dieser nicht vorher erreicht wird.
Welche Schlagzahlen sind für Ratinger Lössböden typisch?
Im Ratinger Lösslehm messen wir N₃₀-Werte von 4 bis 8 Schlägen – das entspricht einer steifplastischen Konsistenz. Nach längerer Trockenperiode können die oberen 2–3 m verbacken sein und N₃₀-Werte um 12–18 zeigen. Der verwitterte Schiefer im Liegenden erreicht Werte von 30 bis über 50. Diese Werte dienen der Abschätzung der Tragfähigkeit und der Setzungsberechnung.
Reicht der SPT allein für ein Baugrundgutachten in Ratingen?
Der SPT liefert wertvolle In-situ-Kennwerte, ersetzt aber nicht die Laborversuche. Für ein vollständiges Baugrundgutachten nach DIN 4020 kombinieren wir die SPT-Schlagzahlen mit Korngrößenanalysen, der Bestimmung der Zustandsgrenzen nach Atterberg und ggf. Triaxialversuchen. Nur so lassen sich die charakteristischen Bodenkennwerte ableiten, die der Statiker für die Bemessung benötigt.
