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Ratingen, Germany
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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Ratingen

Der Sandkegelapparat besteht im Kern aus einem kalibrierten Glaszylinder, einem Ventilkonus und einer Grundplatte mit kreisrunder Öffnung – simpel, aber bei korrekter Handhabung unschlagbar präzise. In Ratingen, wo der Lössboden am Anger und die sandigen Kiese der Rheinterrassen oft kleinflächig wechseln, setzen wir das Verfahren nach DIN 18125-2 routinemäßig ein. Ein einziger unzureichend verdichteter Bereich in einer Leitungszone kann später Setzungen von mehreren Zentimetern verursachen. Deshalb kombinieren wir die Prüfung bei Bedarf mit der Korngrößenanalyse, um den Feinkornanteil der entnommenen Probe sofort im Labor zu verifizieren. Vom Gewerbegebiet Ratingen-Ost bis zu den Neubaugebieten in Tiefenbroich liefern wir belastbare Verdichtungsgrade direkt auf der Baustelle.

Ein Verdichtungsgrad von 98 % im Feld ist nicht verhandelbar – darunter beginnt die Risikozone für spätere Setzungsdifferenzen im Baukörper.

Ablauf und Umfang

In Ratingen sehen wir immer wieder, dass selbst optisch tragfähige Auffüllungen aus verwittertem Tonschiefer beim Sandkegelversuch plötzlich Dichten unter 95 % der einfachen Proctordichte zeigen. Das liegt oft an der schwierigen Kornabstufung des örtlichen Haldenschotters. Wir arbeiten mit einem zweistufigen Prüfschema: Erst die flächige Kontrolle mit dem Sandkegel, dann bei Auffälligkeiten eine gezielte Nachverdichtung. Der Prüfpunktabstand richtet sich nach den ZTV E-StB, wobei wir in kritischen Bereichen auf 20 Meter verkürzen. Die Auswertung des entnommenen Materials erfolgt noch auf der Baustelle, sodass der Polier keine halbe Stunde auf das Ergebnis wartet. Bei grobkörnigen Böden über 31,5 mm wechseln wir auf den Plattendruckversuch, der in Ratingens Kiestrassen oft die wirtschaftlichere Alternative ist.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Ratingen

Lokale Besonderheiten

Ein zwölfgeschossiges Wohngebäude an der Kaiserswerther Straße zeigte nach der Rohbauabnahme plötzlich Haarrisse in den Sohlplatten der Tiefgarage. Die Ursache war keine unzureichende Bewehrung, sondern eine inhomogene Hinterfüllung der Arbeitsräume, die nie flächendeckend geprüft worden war. Bei der Nachprüfung mit dem Sandkegel fanden wir Verdichtungsgrade von teils nur 89 % DPr – katastrophal für eine lastabtragende Schicht unterhalb der Bodenplatte. Solche Schäden lassen sich durch ein dichtes Prüfraster vermeiden, besonders in Ratingen, wo die quartären Sande und Kiese eine hohe Setzungsempfindlichkeit aufweisen. Wer hier an der Prüfdichte spart, riskiert sechsstellige Sanierungskosten. Vor Beginn der Bodenplatte empfehlen wir zudem immer eine ergänzende Baugrunduntersuchung mittels CPT, um die Tragfähigkeit des natürlich anstehenden Bodens zu verifizieren.

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Geltende Normen

DIN 18125-2:2020-11 – Bestimmung der Dichte des Bodens, Feldversuche, Sandkegelverfahren, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische, Laborverfahren zur Bestimmung der Trockendichte

Verwandte Dienstleistungen

01

Dichtekontrolle nach ZTV E-StB

Standardprüfung auf Trag- und Frostschutzschichten im kommunalen Straßenbau Ratingens. Stichprobenraster nach Vorgabe der örtlichen Bauleitung, inklusive sofortiger Dokumentation des Verdichtungsgrades.

02

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03

Qualitätssicherung Leitungsgraben

Verdichtungsnachweis in der Leitungszone von Versorgungsgräben. Besonders relevant in Ratingens Siedlungsbereichen mit gemischten Auffüllungen, wo Setzungen an Hausanschlüssen häufig sind.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Grundfläche der Prüfplatte200 mm Durchmesser (Standard)
Prüftiefebis 250 mm unter Oberkante
KalibriersandQuarzsand 0,2/0,6 mm, trocken
Messgenauigkeit±1,5 % des Sollwertes (DIN 18125-2)
Maximale Korngröße31,5 mm (größer: Plattendruckversuch)
Auswertezeit vor Ortca. 20 Minuten nach Probenahme
Erforderliche Mindestdichte≥ 97 % DPr (Tragschichten nach ZTV E-StB)

Gängige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Ratingen?

Pro Einzelprüfung liegen die Kosten zwischen 110 und 110 Euro, abhängig von der Entfernung zum Prüfort innerhalb Ratingens und der Anzahl der Prüfungen am selben Tag. Ein typischer Prüftag mit 8 bis 12 Messungen auf einer Baustelle im Stadtgebiet wird pauschal berechnet. Der Preis umfasst die Kalibrierung des Sandes, die Durchführung nach DIN 18125-2 und das Prüfprotokoll.

Wann darf das Sandkegelverfahren nicht eingesetzt werden?

Die DIN 18125-2 begrenzt das Verfahren auf Böden mit einer maximalen Korngröße von 31,5 mm. Enthält das zu prüfende Material gröbere Anteile, wie es bei den Flussschottern im Ratinger Raum vorkommen kann, verfälschen einzelne Steine das Messergebnis. In solchen Fällen weichen wir auf den Plattendruckversuch nach DIN 18134 aus, der die Verformungsmoduln der gesamten Schicht erfasst.

Wie viele Prüfungen brauche ich für einen Hausanschlussgraben?

Nach den ZTV E-StB und den Vorgaben der meisten Versorgungsträger in Ratingen ist mindestens eine Prüfung pro 50 Meter Grabenlänge und Schichtlage vorgeschrieben. Bei einem typischen Hausanschluss von 15 Metern Länge in der Leitungszone und der Hauptverfüllung kommen Sie auf etwa vier bis sechs Einzelmessungen, je nach Einbautiefe und Anzahl der Lagen.

Was ist der Unterschied zwischen Proctordichte und der im Feld gemessenen Dichte?

Die Proctordichte ist der im Labor unter genormter Verdichtungsarbeit ermittelte Maximalwert, ausgedrückt in g/cm³. Die Felddichte, die wir mit dem Sandkegel messen, liegt fast immer darunter. Der Quotient beider Werte ergibt den Verdichtungsgrad DPr in Prozent. Ein DPr von 97 % bedeutet also, dass die eingebaute Schicht 97 % der im Labor maximal erreichbaren Trockendichte aufweist – das ist der typische Sollwert für Tragschichten im Straßenbau Ratingens.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ratingen und Umgebung.

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